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Weihnachten...

Weihnachten gilt als das Fest der Liebe, der Familie und Freunde und der Freude und stellt für die meisten Menschen den besinnlichen Höhepunkt des Kirchenjahres dar. Zu dieser Zeit kommen liebgewonnene Mitmenschen und Verwandte zusammen, genießen gemeinsam Zeit und pflegen mit großer Hingabe viele über die Jahre liebgewonnene Traditionen. Überall riecht es nach Tanne, Keksen und Weihrauch, Kinderaugen strahlen, wenn sie die Packerl, die das Christkind unter den wie von Zauberhand geschmückten Baum gelegt hat, sehen, helles Lachen und Freude füllen den Raum. Für eine kurze Zeit sind alle Sorgen und Ängste passé. So verbrachten wohl die meisten von uns die Weihnachtsfeiertage, anders schien dies kaum denkbar.

Doch heuer ist alles anders: keine Christkindlmärkte, keine Konzerte, stattdessen Lockdown, Abstand, Maskenpflicht. Die Coronavirus-Pandemie macht die privaten Weihnachtsfeierlichkeiten zu einer logistischen Herausforderung, „verantwortungsvoll Feiern“ – manchmal sogar „einsam feiern“ – lautet die Devise. Nichtsdestotrotz macht jede*r das Beste aus der Situation und genießt die Gesellschaft des engsten Familien- und Freundeskreises. Weihnachten 2020 – ein Fest, das wohl niemand von uns vergessen wird.

Von der Pandemie stark gebeutelt ist auch die Senior*innenwohnanlage Aigen. Es stellte für die Heimleitung eine immense Herausforderung dar, ein für alle Bewohner*innen sicheres und würdiges Fest auf die Beine zu stellen, wo Familie und Freunde aufgrund der aktuellen Situation leider ausgeschlossen bleiben mussten. Ein Weihnachtsfest stand vor der Tür, das von Abgeschiedenheit und bevorstehender Einsamkeit überschattet war.

Gemeinschaft heißt auch, füreinander in schwierigen Zeiten Stütze zu sein.“ – Gemäß diesem Motto entschieden sich die Schüler*innen der 3A, ohne lange zu überlegen, an dem Projekt „Generationenaustausch“, initiiert von Gudrun Huber und Lara Pirchner, ehemaligen Schülerinnen des Gymnasiums St. Ursula, teilzunehmen. Mit großem Engagement und viel Hingabe wurden binnen weniger Tage Musikstücke auf dem Klavier, auf der Querflöte und auf der Gitarre geübt, Gedichte und Geschichten einstudiert, Fragen erarbeitet und all das zu einem abwechslungsreichen Programm ineinander verwoben. Groß war die Freude sowohl bei den Schüler*innen als auch bei den Senior*innen, als die Kamera anging und auf das Programm eingestimmt wurde. Mit viel Liebe zum Detail und den passenden Accessoires führten die Schüler*innen souverän durch das Programm und gingen höflich und mit Humor auf die Fragen der Senior*innen ein, die sich sichtlich freuten, wieder einmal andere Gesichter – wenn auch mit Maske – zu sehen. Die Frage „Was wünscht ihr euch für das Jahr 2021?“ ließ erkennen, dass beide Generationen, mögen sie in Jahren gerechnet doch weit voneinander entfernt sein, eines eint: die Sehnsucht nach Normalität und Unbeschwertheit, die Sehnsucht nach dem bedenkenlosen Wiedersehen mit Familie und Freunden, die Sehnsucht nach Gesundheit für alle. Und so war diese Weihnachtsfeier nicht nur für die Heimbewohner*innen, sondern auch für die Schüler*innen der 3A eine ganz besondere, die wohl für jede/jeden unvergessen bleiben wird.

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